24.4.O3
Graz-Jennersdorf

am morgen ein grosses gejammer. wir machen uns gegenseitig die letzte tollwutimpfung
(die 3.!). nachdem unsere oberarme bei der letzen impfung ein paar tage
schmerzten, waren wir nicht sehr begeistert.
wir verlassen graz, eine stadt die viel versprach, aber nicht wirklich überzeugte.
wir finden lange nicht aus dem zentrum. nach mühseliger suche geht es plötzlich
den hügel hoch und eine wunderschöne frühlingsfahrt beginnt. eine priviligierte
wohngegend vor graz. wir bleiben lange auf der höhe und geniesen die aussicht.
bei einer verzweigung treffen wir auf einen östreicher und kommen mit ihm ins gespräch.
er wollte uns spontan zu sich einladen, aber es zieht uns weiter nach ungarn.
nach einer längeren talfahrt spüren wir bereits den einfluss des ostens.
die höfe sind mit grossen innenhöfen. leider sehr oft verlassen. wir nehmen
langsam innerlich abschied von östereich. wir schicken bereits die ersten
gramme überlast (päckli) in die schweiz.
unsere letzte nacht ist in jennersdorf. ein milder abend auf dem zeltplatz
mit wunderschönem gesang einer amsel und viel raum für uns.


25.4.O3

Jennersdorf-Grenze-Zalaegerzeg (HU)

nach ein paar kilometern sind wir an der grenze. alles geht problemlos und
wir tauchen in ungarn ein. ein veloweg führt uns in die erste ortschaft.
wir nehmen die nebenstrasse in richtun plattensee. die strasse gehört nun
uns, den trabis und den fuhrwerken. es ist ein ruhiges, rücksichtsvolles
miteinander und wir können in ruhe die umgebund betrachten. ich bin begeistert.
alles blüht, die hunde und "güggel" begrüssen uns und die ungarn sind in
ihren gärten am umstechen und säen.
den zeltplatz vor zalaegerzeg existiert nicht mehr. wir entschliessen uns
in der stadt nach einem privatzimmer ausschau zu halten. plötzlich hört
für velos, mopeds und fuhrwerke die strasse auf. wir müssen auf ein holpriges
trottoir ausweichen. die löcher und strassenübergänge machen mit dem gepäck
zu schaffen. wir machen im zentrum einen kurzen stop und entscheiden uns,
aus der stadt zu fahren und unser glück für die nacht zu verusuchen. müde
steigen wir in einem hotel an der stark befahrenen hauptrasse ab und sind
froh, nicht noch kochen zu müssen. die speisekarte sieht sehr "deutsch"
aus. der typische krautsalat schmeckt ausgezeichnet.


26.4.2003

zalagerszeg - heviz - keszthetly
huegelauf und ab, bei dauerndem Gegenwind, wo uns doch marco polo ungarn
als windarmes land angepriesen hat
in heviez begnügte sich denise angesichts der vielen alten leute mit dem
betrachten der wunderschönen alten badeanlage. vielleicht lag es aber auch
daran, dass nirgends über 40 grad wassertemperaturen garantiert waren.

Schloss Heviz
bald waren wir am plattenseewo wir im lieblichen kesthely ein cafe nahmen
und uns als touri bei der schlossbesichtigung so wohl fühlten als wären
wir in Aarberg oder so
weiter fuhren wir dem plattensee entlang bis wir in einem zeltplatz unmittelbar
am see hielten. unser abendliches ritual mit apero, duschen, denise rüstet
gemüse, an diesem abend zwiebeln und pilze, und urs spielt den koch, güezi
zum dessert und noch etwas träumen bei schönen vogelstimmen.


27.4.O3

Badacsonytomaj-Balatonalmädi

urs macht nachtwache. unsere wäsche hängt im wind. nachdem der sternenhimmel
verschwindet, wird sie geretten. nach 3 uhr morgens ist es dann soweit,
der regen prasselt zum ersten mal aufs zelt. der regen hält an und wir kochen
den kaffee am morgen im vorzelt. das vorzelt überzeugt wie gewünscht. das
gepäck bleibt trocken und wir haben genug raum um ums bequem aufzuhalten.
im regen packen wir ein und fahren weiter dem see entlang. die velowege
am plattensee sind entweder vorhanden, oder in konstruktion. wenn alle ortschaften
verbunden sind, wird es ein tolles inline und veloparadies. die wege sind
meist abseits der hauptstrasse und fühern duch unberührte landschaft oder
wohnsiedlungen. ungarn scheint uns mit seiner natur und den lebewesen schon
sehr fremd. die vogelstimmen, schlangen, schildkröten, bäume, wir sind fasziniert.
nachdem der regen nachlässt entscheiden wir uns, auf dem letzen camping
am see zu übernachten. wir haben zeit für einen gmütlichen bummel im ort
und können in ruhe kochen. die wetterprognosen werden uns unterschiedlich
vermittelt. nachdem der himmel heller wird, sind wir zuversichtlich.


28.4.2003

balatonalmadi - erd
nach einer warmen nacht wo nicht mal denise fror genossen wir eine schöne
fahrt über nebenstrassen mit freiwind im rücken über 106km nach erd. so
richtig freuen wir uns am fahren, dem frühsommer, ungarn, unserer reise


29.4.2003

erd - budapest
der weg aus der riesigen stadt erd in die noch viel grössere gestaltet sich
angesichts von nur hauptstrassen und sehr viel verkehr als schwierig. Überall
velofahrverbot und als alternative löchrige 30 cm breite piste mit alle
100m irgendwelchen absätzen wo man absteigen muss. wie bisher auf dieser
reise bleibt uns das glück treu, wir fragen im richtigen moment den richtigen
mann, und schon führt uns eine unscheinbare nebenstrasse zu einem fahrradweg,
welchem wir bis ins zentrum mit kurzen unterbrüchen folgen können
manchmal parken autos auf dem fahrradweg, das aussweichen in die grosse
strasse muss gut getimt werden, will man seiner haut sicher sein
budapest macht uns einen super eindruck, eine der schönsten städte europas
in erd waren wir gemäss distanzentafeln noch 13 km von Budapest weg, nach
20 km hatten wir das gefühl im Zentrum zu sein, nach einer zwar unfreiwiiligen
aber interessanten ausgedehnten stadtrundfahrt trafen wir nach 36 km im
hostel marco polo ein, so was wie eine jugi in budapest. die adresse im
marco polo führer der jugi war veraltet, die jugi ist unterdessen ein gefängnis.
nachmittags und abends streiften wir noch zu fuss durch die stadt, schöne
gebäude wie das Parlament oder die Fischerbastei, von welcher wir in der
Dämmerung die ganze Stadt betrachteten


30.4.2003

budapest

nun sind wir den ersten ganzen monat auf reise
zeit nur zu fuss mit bus und metro die stadt, den Flohmarkt, die donauinsel
zu erkunden.

die donauinsel ist im vergleich zur grossstadthektik auch sonst
eine insel der ruhe. gut gestaltet mit wasseranlagen, genutzt zu sonnenbader
bei fast 30 grad lufttemperatur, vielen joggern, skatern, bikern, ... einfach
zum verweilen und sich wohl fühlen. der radio, den sich denise im mediamarkt
nun doch endlich kaufen konnte unterhielt uns nach seiner ersten reparatur.
abends finden wir noch das zebra, einen internetshop
mit bikeverleih oder umgekehrt? wo wir einmal mehr äusserst freundlich und
hilfsbereit empfangen werden. hier können wir sogar bilder vom natel runterladen
und auf cd brennen
unser eingekauftes essen nehmen wir im innenhof des marco polo hostels ein
gmütliche gute stimmung lässt uns gut erholen