Im Iran


1.8.03
Maku - nach Evoghli
schöner vogelgesang begrüsst uns am morgen. wir stellten gestern die uhr auf iranische zeit um, das heisst 1,5 std. vor. das kommt mir sehr entgegen, können wir doch wieder bei etwas kühleren tempeaturen starten. wir befinden uns seit gestern nur noch auf ca. 1000 müm. die temperatur steigt sehr schnell auf über 30'. die luft ist viel trockner, grillen zirpen und die bäche sind oft ausgetrocknet. seit der grenze trage ich das gesetzlich vorgeschriebene kopftuch, lange hosen und ein langarmes hemd bis unter das gesäss. ich gewöhne mich nur schlecht an die montur. vor allem die frechen, kurzen haare wehren sich. der anblick der verschleierten frauen ist für uns seit der osttürkei nicht mehr neu. sie tragen ihren schwarzen tschador eher gelassener, als die strenggläubigen türkinnen, die krampfhaft ihr gesicht versteckten oder verstecken mussten. am späten vormittag treffen wir auf ein holländisches paar, alexandra und theis. sie sind seit zwei jahren mit verschiedenen fortbewegungsmitteln in der welt unterwegs und nun auf der heimreise aus asien. für uns natürlich sehr spannend und wichtig zu erfahren, wie sie pakistan und den iran erlebt haben. die zeit vergeht im eiltempo und ich verbrate in der hitze. wir haben uns so ereifert, dass wir nicht an einen schattenplatz gedacht haben. urs würde wahrscheinlich noch jetzt schwatzen. das resultat ist ein roter fleck in seinem schütteren haar und hungerzeichen. nach 20 km essen wir ein fleischpiess mit fladenbrot in einer locanta. das fladenbrot ist mehlig und scheint das tradidionelle brot im land zu sein. wir können uns das brot mit konfitüre zum frühstück nicht vorstellen. nach einem kurzen mittagsschlaf fahren wir durch ein fruchtbares tal. die sonnenblumen blühen. wir essen zur erfrischung wassermelone am strassenrand. der wasserbedarf steigt enorm. es ist in der zwischenzeit um 35'. trotztdem fährt es sich sehr leicht und nach 120 km richten wir uns in der nähe einer tankstelle für die nacht ein. ich bedaure, dass wir heute an unserem nationalfeiertag nicht in teheran sind, wollten wir doch zum festtagsbuffet in der schweizer botschaft einfahren. zum trost verwöhnt mich urs mit den erstandenen barilla teigwaren, "turkmali". habe noch nie erlebt, dass sie im ausland produziert werden. kommentar folgt morgen. so nebenbei fuhren wir heute km 6000.

2.8.03
nach Evoghli - Tabriz
na ja, barilla nr. 7 waren es nicht, etwas zu fein, aber doch die besten spaghetti unserer reise. zum frühstück essen wir petit beurre biscuits mit kaffee.
ie strecke führt durch kahle berglandschaften mit grünen tälern. beim ersten halt bringt uns ein bauernpaar tomaten und melonen und entfernt sich wieder. die leute im im iran lassen uns mehr raum. wir fühlen uns ganz wohl. kurz vor mittag kaufen wir in marand eine art bananenberliner. beim essen bringt uns prompt jemand etwas zum trinken dazu. in der mittagssonne führt uns die strasse auf einen pass auf knapp 1800 müm. oben im schatten der bäume entlang der strasse sind alle leute am lunchen oder schlafen, da passen wir mit unserem mittasschlaf gut ins bild. 30 km vor der stadt tabriz essen wir in einem sehr angenehmen restaurant. beim zahlen verlangen sie 80000 rial = 10 $, was für den iran ein unverschämter touripreis ist. denise handelt auf immer noch mindestens 3x zu teure 60000 rial runter. es ist etwas entäuschend, dies auch im iran zu erleben, gemäss den holländern sei solches nicht üblich. 15 km und 1 stunde brauchen wir vom stadtrand bis ins zentrum von tabriz. die irani tun sich schwer unsere pantomimischen einlagen zu verstehen. in der stadt ohne hupe zu fahren ist schlimmer als nachts ohne licht. sie fahren einfach drauflos. aus der querstrasse, vom strassenrand, abbiegen, solange niemad hupt ist die strasse frei. schauen, etwa sogar in den rückspiegel oder denken, ist für sie somit überflüssig. eine weitere auffälligkeit sind die überfahrenen tiere. dass die armen viecher ohne hupe gnadenlos massenhaft überfahren werden, liegt auf der hand. dass wir aber neben wild, katzen und sehr vielen hunden auch einen esel und sogar ein kamel im strassengraben verfaulen sehen und riechen, übersteigt aber doch alles bisherige.

3.8.03
Tabriz
wir schlafen im hotel, das zwar mehr als doppelt so viel kostet als im lonely planet steht, wunderbar. wir bleiben einen tag in der stadt, um land und leute etwas besser kennen zu lernen. geld wechseln und simkarte für das natel kaufen stehen auf dem programm. im iran gibt es keine internationalen bankomate. wir haben noch traveller checks. die bank milli, die scheinbar checks wechseln soll, will nichts wissen. wie schon an der grenze tauschen wir unsere dollars auf dem schwarzmarkt zu einem akzeptablen preis. das natelproblem lässt sich nicht lösen. wir können im iran unser tagebuch, das wir täglich aufs natel schreiben, nicht mehr direkt übermitteln. eine simkarte kostet über 1000 $. iran hat ein eigenes, nur für sie brauchbares natelnetz.
tabriz ist mit fast 2 mio. einwohnern die zweitgrösste stadt im iran. wir besuchen den bekannten bazar, der vor 1000 jahren gegründet wurde . er ist 3 km lang und hat wunderschöne kuppelräume mit mosaiken. wir können bei teppicharbeiten zusehen. sie werden nach wie vor im bazar sowohl hergestellt, als auch verkauft. die gewürze und tees riechen herrlich. ich kaufe iranische datteln, die im mund zergehen. die athmosphäre ist sehr angenehm. die männer gehen ihrer arbeit nach, frauen sieht man nur gelegentlich beim einkauf. wie fast zu erwarten, finden wir lange den ausgang nicht. da der hunger sich bemerkbar macht frage ich mich, wo all die menschen essen. in der türkei wimmelte es immer von fliegenden händlern, die esswaren verkaufen. ein iraner begleitet uns zu einem kleinen esslokal. es gibt ei mit tomate aus der pfanne und schmeckt wunderbar. wir philosophieren mit dem iraner über gott und die welt. zuletzt offeriert er uns das essen. ach einem spätnachmittagsschlaf, nachtessen und internetsitzung trinken wir ein soft drink im park.

4.8.03
Tabriz - Tikmehdash
der stadtverkehr ist morgens besonders schwer auszuhalten. vor allem taxis müssten sofort verboten werden. steht ein potentieller fahrgast am strassenrand, das heisst meistens 1m in der fahrbahn, hält jedes taxi das vorbeifährt vor ihm mitten auf der rechten von 2-3 fahrspuren. wir haben die wahl zu halten oder den bogen rechts oder links ringsum zu wagen. der wartende ruft seinen zielort. passt dieser steigt er zu. blöd wenn wir auf bogen rechtsum spekuliert haben. so setzen sich immer mehr fahrgäste ins taxi. passt der zielort nicht, fährt das taxi ohne zu schauen wieder weiter. blöd, wenn wir auf links überholen spekulierten. am schwierigsten sind aber die taxis, die leute rauslassen, die fahren für uns unvorhersehbar in unsere spur, vor uns oder drängen uns halt weg, wenn sie neben uns sind. blinken unbekannt. die fahrgäste öffnen ohne zu schauen die türen rechts und oder links. wie gesagt, taxi verbieten und busse, oder besser tram einführen. die weitere strasse führt bergauf und bergab, höchster punkt 2200 müm, am kuh-e-sahand (3700 müm) mit letzten schneefelder vorbei. es hat nach tabriz leider viel mehr schwerverkehr, bergauf vergasen wir fast und auf einigen km ist die strasse gefährlich schmal und erfordert volle konzentration. zum glück sitzen in lkws keine taxifahrer, die lkw sind zumeist rücksichtsvoll und freundlich. zum übernachten finden wir kurz nach tikmehdash am bach, leider nur 100 m von der strasse entfernt, einen geeigneten platz. die bäuerlichen dorfbewohner ziehen mit ihren tieren vor uns durchs trockene bachbett heimwärts, mehrere kleine herden werden von kindern auf eseln mit schönen sätteln heimgetrieben.

5.8.03
Tikmehdash - Mianeh
in der nacht friere ich mit dem seidenschlafsack und muss meinen normalen schlafsack noch auspacken. am morgen waren es gerade noch 14 grad, die temperatur stieg im verlauf des tages aber rasant wieder weit über 30. wir fahren das tal in sanfter abfahrt mit wind aus allen richtungen, nur ohne freiwind, hinunter. die bauern ernten rüebli, äpfel, pfirsiche und pflaumen. die dörfer sind für uns sehr uninteressant. die häuser gleichen kleinen festungen, das heisst mit einer hohen bachstein- oder lehmmauer umgeben. was der islam verbietet, kann hinter der mauer ausgelebt werden.
als das tal fast zur schlucht, mit kurzen tunnels durchzogen wird, ist es für "alle" klar zu eng. wir fahren in höchster anspannung. nach dem mittag erreichen wir mianeh und werden von einem jungen zu einem hotel begleitet. meine tage zwingen uns zum unterbruch. urs verhandelt. seit wir im iran sind, darf ich mich zurücknehmen. einige beispiele der letzten tage machten aber deutlich, dass das für mich schwer ist. die zimmerbesichtigung liegt dafür bei mir. die bettwäsche muss neu bezogen werden, da wieder einmal unklar ist, ob sie nicht schon gebraucht sind. urs freut sich und fällt auf dem frischen bett sofort in tiefschlaf. als wir zum nachtessen aufbrechen, verschlägt uns die hitze fast. es gibt das 3. x ei mit tomaten für ca. 1,5 sfr. für beide, inklusiv iran-cola. wir kaufen anschliessend feinstes gebäck und finden sogar ein cafe.

6.8.03
Mianeh - 60 km vor Zanjan
zu fuss und alleine ziehe ich mit der einkaufsliste los. zuerst dollar wechseln. einfach, es gibt ja massenhaft banken im ort. in jeder bank dasselbe bild: viele schalter nur in farsi beschriftet und noch viel mehr leute die traubenartig um die schalter warten. also kämpfe ich mich bei irgendeinem schalter durch die traube, versuche mit händen und füssen klarzumachen das ich dollar wechseln möchte. der angestellte, der weder englisch versteht noch fantasie hat lächelt und bedient den nächsten. durch insitieren werde ich zum nächsten schalter oder chef weitergeleitet um zu erfahren, dass ich nach tabriz müsse um zu wechseln. wacker probiere ich bank um bank durch, nach über einer stunde finde ich wenigstens einen angestellten, der das geschäft wittert und privat zu einem schlechteren kurs wechselt. die meisten enkäufe konnte ich wenigstens in der zwischenzeit erledigen. die binden für denise brauchen aber nochmals viel zeit und viele kilometer, da sprache und gestik definitiv nicht ausreichen und die zwei apotheken an beiden enden der stadt scheinbar solche artikel nicht führen. kurz nach mittag bin ich zurück im hotel, denise fühlt sich fahrfit und so starten wir bald. mittagessen nehmen wir nach anderthalb stunden im schatten von bäumen. wenige meter daneben pumpt ein dieselmotor wasser aus einem gut zehn meter tiefen schacht in eine wasserrinne, ähnlich den walliser bissen. von der zentralen rinne zweigen alle paar meter kleinere in das maisfeld ab. der bauer ist die ganze zeit über beschäftig durch erde in und aus den leitungen zu schaufeln, den fluss zu regiulieren und die bewässerung des ganzen feldes sicherzustellen. dieses system ist hier sehr üblich, praktisch alle felder und kulturen sind so bewässert. für uns heisst das frisches kühles grundwasser in rauhen mengen. nach 60 km wird der verkehr der in unsere richtung fährt über eine im bau befindliche strasse umgeleitet. wir müssen uns zum glück nicht verstauben lassen und können mit genug platz und halbem verkehr weiterfahren bald sehen wir den grund, ein umgekippter car und zwei demolierte lastwagen blockieren die strasse. in den wenigen tagen iran haben wir schon einige unfälle gesehen. offensichtlich scheint uns schweizer der verkehr, im speziellen die überholmanöver, nicht bloss kriminell, sondern er ist es. bei einer moschee können wir uns gründlich waschen und finden kurz darauf einen versteckten und lärmgeschützen platz, nahe der strasse, zum zelten. der 2. teil der barilla spaghetti mit einer auberginen olivenöl knoblauchsauce schmeckt herrlich.

7.8.03
60 km vor Zanjan - nach Nasir Abad
wunderschöne morgenstimmung über dem maisfeld und ruhe. die bauern kommen bereits mit esel oder töff zur arbeit. es hat hier massenhaft kleine motorräder, die von kindern bis zum grossvater gefahren werden und bis zu vier personen befördern. sie bedeuten für uns eine weitere gefahr, da sie oft auf unserer farhrseite im gegenverkehr auftauchen, oder im grössten verkehr mit urs fahrend konversation führen möchten. wir starten in richtung zanjan einer provinzhauptstadt, die wir heute schnell passieren wollen. der morgen ist frisch, die landschaft abwechslungsreich und die strasse breit genug. vor der stadt die uns bereits bekannte polizeikontrolle, die es sowohl eingans, als auch ausgangs und bei grossen verzweigungen gibt. wieso ist unklar. neugierige polizisten erhalten zumindest die möglichkeit, urs die standartfragen zu stellen: von wo? wohin? ist das ihre frau? nur schon um das strahlende lächelns nach der notlüge "ja" zu sehen, lohnt sich die kontrolle.
urs und ich sind uns uneinig, ob wir durchs zentrum oder ums zentrum fahren sollen. ich habe nicht den anspruch, alle städte zu sehen. nach der einfahrt ins zentrum wechseln wir auf die umfahrung. beide strassen sind in der mittagshitze anstrengend. wir sehen vor, ausserhalb der stadt in einer locanta etwas zu essen. wie verhext, es kommt einfach nichts. beim aussprechen des wunsches, einer kühlen, ruhigen lacanta taucht sie doch noch auf. während dem anschIiessenden mittagsschlaf trockne ich die wechselwäsche, die ich an einer bewässerungsanlage gewaschen habe. bei der weiterfahrt vergeht mir die lust am velofahren. wir erhofften uns, dass der grossteil des verkehrs auf die autobahn wechselt, die seit zanjan existiert. im gegenteil, es wird immer schlimmer. wir haben nicht nur keinen pannenstreifen mehr für uns, sondern starken seitenwind und ohrenbetäubendes gehupe. den iranischen fahrstil hat urs bereits schon mehrfach beschrieben. ich denke das erste mal, das mache ich nicht lange mit. nach dem einkauf fürs znacht nehmen wir den erstbesten, geschützten platz zum campieren. die brummis fahren noch im vollen karacho, als wir schon unter der decke liegen.

8.8.03
nach Nasir Abad - Qazvin
am morgen hält uns nichts lange auf, um halb acht sind wir "on the road again". zu beginn ständig leicht bergab mit einer prise freiwind lässt die kilometer schnell passieren. die landschaft wird weniger interessant und der verkehr passabel. um elf uhr, nach bereits 80 km, gehts plötzlich nicht weiter bergab und der wind wechselt auch sofort lager gegen uns. es ist unterdessen für uns auf der reise richtig warm, wir sind temperaturen deutlich über dreissig grad nicht so gewohnt, wie die zuhause gebliebenen. am nervigsten aber sind all die töffli- (125ccm) fahrer. fahren kilometerlang 20 m vor oder hinter uns, am liebsten mit möglichst viel gegenseitigen überholmanöver. jedesmal wenn sie überholen und möglichst lange beim uns angaffen den verkehr ringsum vergessen, wird uns angst und bange um sie. eingangs qazvin im übichen stadtchaos will ein auto links von mir und ein töff rechts von mir gleichzeitig mit mir reden. als ich ihnen zu verstehen gebe, dass ich hier sicher nicht mit ihnen spreche und es lästig finde, goutiert das der jugendliche töfflifahrer gar nicht. er beschimpft uns bis ein taxifahrer ihn stoppt, schön gibt es solche leute. das hotel iran, eine empfehlung des lonely planet ist nicht wirklich sauber, dafür wieder doppelt so teuer wie angegeben. wir duschen und waschen wieder mal unsere kleider gründlich, holen etwas schlaf nach und gehen durch die stadt ins internet und zu einer pizzeria. zurück im hotel werden wir zu cay eingeladen. mit den drei iraner entwickelt sich eine interessante diskussion. dass die iraner allgemein nicht so religiös wie die regierung sind wussten wir. ebenfalls haben wir gelesen, dass die mehrheit wieder eine monarchie nach englischem vorbild mit dem schah als oberhaupt will. überrascht hat uns aber, dass sie auf amerika und speziell bush hoffen, um dies zu erreichen. amerika isr für sie der anerkannte, gute und gerechte weltherrscher. europa ist für sie schwach, feige und immer nur auf den eigenen vorteil bedacht. es wird nach mitternacht bis wir

9.8.03
Qazvin - vor Kamalshar
das gespräch von gestern abend hängt mir nach. wie sieht die welt doch anders aus, wenn frau mitten drin ist! ir machen uns einen gemütlichen vormittag. dank einem kleinen balkon können wir café kochen. gestern haben wir feines brot (fladen) fürs frühstück gefunden. dies blieb bis jetzt eine seltenheit. wir finden als trost aber häufiger patisserien, mit feinstem angebot. gestern abend haben sich im hof zwei englische motorräder zu unseren velos gesellt. als urs einen fahren vom balkon aus sieht, geht er zum parckplatz. nach 10 minuten sitzen wir zu viert, mit georgie und simon aus manchester ( www.horizonsunlimited.com/tstories/mccarthy ) beim frühstück. georgie fragt zum spass, ob sie ohne kopftuch kommen darf. für uns eine weitere zentrale begegnung, für die planung der weiterreise. die beiden sind von indien kommend durch pakistan gefahren und haben gegen alle vorurteile, land und leute sehr angenehm und erfreulich erlebt. wir erhalten tips und anregungen. nach dem frühstück unternehmen wir noch einen kleinen stadtrundgang. cazvin ist mit seinen 400'000 einwohner für uns schon eher klein und gut überschaubar. es hat ein paar schöne alte gebäude. wir besichtigen eine moschee. aus dem 11. jh. und ein mit spiegeln und mosaiken verziertes mausoleum. im mausoleum ist der zutritt für frauen und männer getrennt, was mir gelegenheit gibt, mit ihnen in kontakt zu kommen. leider reicht mein farsi nicht aus, um meine offenen fragen an sie zu richten . anschliessend kaufen wir am bazar ein und besichtigen eine grosse gebäudeanlage aus dem 15.-17. jh., in der noch heute möbel geschreinert werden. ch 13 uhr geht die fahrt wieder los. ausserhalb der stadt orientieren wir uns an einer grossen kreuzung. schon bald sind zwei motorradfahrer um uns, die uns glaubhaft machen wollen, dass wir ohne probleme auf der autobahn fahren können. es gibt keine polizeikontrolle und trotz verbot fahren auch sie. nach der erfahung der letzten zwei tage auf der hauptstrasse ist die versuchung gross. ich werfe zur entscheidungsfindung eine münze. kopf = autobahn gewinnt. die iraner sind zufrieden mit unserer entscheidung. nach ca. 2 km einfahrt passieren wir die zahlstelle. uns wird sofort klar, wieso der schwerverkehr noch auf der hauptstrasse ist. der mann am schalter winkt uns, also kein problem. die autobahn ist dreispurig und wir haben den ganzen pannenstreifen, zeitweise bis zu 2 m breit, fast für uns. er wird erstaunlich häufig benutzt, pannen am laufenden band, reifenwechsel, benzin geht aus, kochender motor usw. und ist deshalb nicht ungefährlich. ein bild wie bei uns vor 30 jahren. im weiteren wird uns wasser, tee, esswaren und adressen angeboten oder bei fahrendem auto überreicht. wir sind die helden der strasse. das schönste aber ist, es wird selten gehubt und anständig gefahren. r finden einen leicht abgelegenen schlafplatz auf einem grossen privatgrund mit kleiner schlosserei. wir werden schnell gesichtet und lernen beim cay den boss kennen. er zeigt uns mit stolz sein natel. es ist im iran noch ein wichtiges statussymbol. bis wir später endlich schlafen können, werden wir noch 3x besucht.

10.8.03
vor Kamalshar - Teheran einer der irani verabschiedet sich kurz, die andern sind nicht mehr da. so sind wir bald wieder auf der autobahn. je näher wir teheran kommen, desto mehr ein und ausfahrten hat es und der verkehr nimmt zu. dafür ist schwerverkehr verboten. da es kaum tank- oder raststellen gibt, fahren wir mit nur kurzen trinkstops bis teheran herein. von der abfahrt führt uns ein autofahrer die ersten kilometer, bis wir auf unserem stadtplänchen und einer zentralen strasse sind. bis zum hotel sind es fast 20 weitere km durch tollen iranstadtverkehr. die hotelpreise sind einmal mehr willkürlich. schliesslich landen wir im hotel firozee, wo wir uns sofort wohlfühlen. abends kriegen wir einen weiteren eindruck über die uns schweizer unbekannten endlosen dimensionen der stadt, als wir ein lokanta suchen. fast eine stunde sind wir in strassen, wo es nur autozubehör und möbel gibt. schliesslich nehmen wir ein sandwich und gehen den weiten weg zurück ins bett.