11.8.03
Teheran
nach dem frühstück wechseln wir $ in der bank. unerwartet sehe ich mareike. sie haben mit huckepack die reise nach teheran beschleunigt und planen die gleiche weiterreise wie wir. anschliessend schnappen wir uns ein taxi, das uns zur schweizer botschaft, die am ende der stadt liegt fahren soll. mit einem mikroplan ohne adresse und minimalster verständigungsmöglichkeit geht die fahrt los. nach mehr als einer stunde, nachdem der fahrer jenste leute nach dem weg gefragt hat, sind wir fast am ziel, dreht er wieder auf eine schnellbahn in die falsche richtung. wir möchten aussteigen, aber er reagiert nicht, bis ich ihm meinen fächer über die schulter schlage. er bleibt cool und irgendwie verstehen wir dann, dass er dem stau ausweicht. irgendwann stehen wir ziemlich entnervt vor der botschaft. drinnen reisse ich mir als erstes das kopftuch vom kopf. wir freuen uns auf die begegnung mit dem konsul bernhard schürch, mit dem wir bereits via mail in kontakt waren. nach einem interessanten gespräch über iran und der heimat erhalten wir noch die empfehlung für den antrag für das pakistanische und indische visa. zum schluss erhalte ich noch einen stapel "tagi" inklusiv einem magazin, ein wahnsinns geschenk. ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich das letzte mal eine deutsche zeitung gelesen habe. es ist schon mittag und zeit zum essen. wir essen im noblen quartier in einem westlichen restaurant. da der wirt englisch spricht, organisiert er uns ein taxi zur pakistanischen botschaft und schreibt den weg auf farsi auf. dort erfahren wir, dass visaanträg nur morgens gemacht werden können, dafür in einem tag. wieder im taxi sucht der fahrer wiederholt unermüdlich die indische botschaft. er lässt uns aussteigen. keine botschaft ist in sicht. beim durchfragen landen wir in einem restaurant beim englisch sprechenden chef. er ruft seine frau telefonisch zur hilfe, die herausfindet, dass wir eine falsche adresse haben. wir erhalten eine weitere taxianleitung auf farsi. es ist 16 uhr und wir sind todkaputt. das taxi brauche luft und ruhe. in einer seitenstrasse finden wir eine patisserie und kaufen übermässig köstlichkeiten ein. ein junger iraner, amir, spricht uns an. nach einer stunde sitzen wir mit seiner frau im naherhohlungspark am fusse der Alborz Mountains entspannt bei einem kühlen drink. die zwei medizinstudenten wollen alles über uns erfahren. sie fahren uns anschliessend zur metro, in der wir schweissgebadet in richtung hotel fahren. die metro ist sehr modern, gepflegt und existiert erst seit 2 jahren. teheran ist definitiv eine weltstadt, die geografisch aber schwer zu fassen ist. das autochaos ist absurd und die ozonbelastung empfindlich spürbar. wir fallen nach einer schlechten pizza nur noch ins bett.

12.8.03
Teheran
frühstück im hotel klappt schon viel besser. ein hotelangestellter winkt für uns ein taxi heran und macht den preis ab. so sind wir schnell und günstig vor der indischen botschaft, leider nicht ganz die einzigen. uns fehlen passkopien, da wir ja den pass für das pakistanische visa brauchen und genügend rial, sie akzeptieren keine dollars. also wieder raus. pass kopieren geht relativ einfach, um die dollar zu wechseln braucht es mehrere anläufe und schliesslich die freundliche hilfe in einem reisebüro. zurück in der botschaft warten noch viel mehr leute und es geht nur schleppend vorwärts. punkt halb zwölf, gerade vor schalterschliessung können wir die gesuche abgeben und bezahlen, die bearbeitung werde 7 tage dauern. so bummeln wir noch durch das quartier, machen uns besser mit der metro vertraut. zurück im hotel telefonieren wir nazanin, der teheraner studentin die wir in trabzon getroffen haben und verabreden uns zum abendessen. zum meetingpoint führt uns ein französischsprechender mann, er ist hocherfreut wieder einmal seit der studienzeit, sein dort erlerntes französisch anwenden zu können. pünktlich treffen wir nazanin und dinieren im erstklassrestaurant für uns 3 personen für 30 sfr, alles inbegriffen. für hiesige verhältnisse ist das für essen enorm teuer. es ist ein schöner abend und es gibt sehr viel zu erzählen und zu fragen. nazanin gehört hier zur oberschicht. ihre interessen sind sehr ähnlich wie die unseren. in einer anderen gesellschaft aufgewachsen sind ihre möglichkeiten und denkmuster aber anders geprägt worden. wir freuen uns auf weitere gemeinsame ausflüge. dass wir wegen dem indischen visa eine woche hier bleiben werden ist unter diesen umständen kein problem, wir hoffen bloss eine dreissigtägige verlängerung unserer visa zu kriegen. auch der stadt smog und die omnipräsenten klimaanlagen setzen langsam unserer gesundheit zu, jeden morgen etwas verschwollenere augen, die dann tag über tränen. vielleicht können wir übers wochenende in die berge frische luft schnappen.

13.8.03
Teheran
fahrt zur pakistanischen botschaft. der taxifahrer spricht erfreulicherweise deutsch, da er vor 23 jahren in deutschland lebte. damit er sein deutsch nicht ganz verlernt, empfing er verbotenerweise via satelit einen deutschen sender. die freude war von kurzer dauer, denn die polizei fuhr ein, beschlagnahmte das material und erhob eine busse. eine wiederholung könnte gefängnis bedeuten. er geht davon aus, dass ihn die nachbarn verpfiffen haben.
n der botschaft treffen wir wieder auf mareike und thomi. wir können zügig den visaantrag stellen, warten aber anschliessend zwei stunden, bis uns der konsul noch persönlich begutachten und ausgefragen kann. wiederholt werden wir gefragt, was wir von beruf sind. der konsul bedauert, dass wr nicht in den norden des landes reisen, weil er sei ähnlich wie die schweiz sei. entspannt verlassen wir nach drei stunden das konsulat. es scheint, wir gewöhnen uns langsam an die fremden zeitdimensionen. wir besuchen das teppichmuseum, das sich ganz in der nähe befindet und bewundern die muser- und farbenpracht der teppiche. bis zu 100 knöpfe weden auf einem quadratzentimeter geknüpft. die muster sind so klein, dass es fast eine lupe braucht, um sie zu erkennen. im Läle park legen wir uns zum mittagsschlaf in den schatten. teheran hat sehr viele, geplegte grünanlagen mit alten bäumenl, brunnen, künstliche kleine seen. den abend geniessen wir bei einer teheranischen pizza mit mareike und thomi.

14.8.03
Teheran
das telefon weckt uns vor acht. nazanin hat ein tagesproramm organisiert. nach dem frühstück fahren wir mit metro und bus eine stunde bis zum vereinbarten treffpunkt. in der metro hat es frauen- und gemischte abteile, im bus ist die geschlechtertrennung noch vorschrift. mit dem auto geht es weiter bis zur talstation der Tochal babn (www.tochalcomplex.com), der hausberg von teheran. nazanins grossvater und mariann, eine freundin, begleiten uns. die gondeln fahren über drei stationen auf den gipfe von 3730 müm. bei jeder station sieht man jeweils einen anderen ausschnitt auf die stadt. der smog verhindert leider die weitsicht. nach einem 30 min. aufstieg hat man eine prächtige rundaussicht auf die umliegenden berge. töchal ist im winter auch ein kleines, anspruchsloses skigebiet. wir geniessen die ruhe und die frischere luft. nach 4 std. sind wir wieder am puls der stadt. wir werden alle von mariann spontan zumnachtessen eingeladen. da sie in der nähe des einkaufsviertels Tajrish wohnt, hat sie den schwierigen auftrag gefasst, uns zu einem velogeschäft zu führen. es ist tröstlich zu erfahren, dass sie als iranerin das gleiche problem wie wir haben. die iraner können nicht eingestehen, dass sie den weg nicht kennen und machen irgend eine aussage. die suche bleibt erfolglos. in der ruhe eines wunderschönen, kühlen gartens, mit blühenden sträuchern und swimming pool verbringen wir im kreise von familie und studienkolleginnen von mariann den ersten abend als iranische gäste. die atmosphäre ist ungezwungen und herzlich. nazanin hat in den letzten zwei tage unermüdlich nach einem bergführer für die besteigung des mt. damavand (5671 müm.)gesucht. sie eröffnet uns, dass für mrgen alles organisiert sei. da wir erst um elf uhr nachtessen sind wir um ein uhr im hotel noch am duschen und packen. die nacht wird kurz, werden wir doch schon um 05.00 abgeholt.

15. - 16.8.03
Mt. Damavand
bereits vor 05.00 trifft ebi, unser führer ein. in 20 minuten haben wir gepackt und warten bis es um 07.00 weitergeht. eine erste taxifahrt fast 2 stunden durch teheran. dann die zweite fahrt mit dem taxi dauert über 2 stunden richtung küste des kaspischen meeres nordwaerts, von teheran gesehen hinter den mt. damavand. die überlandfahrt auf der hauptstrasse sieht vom taxi nicht so schlimm aus wie wir die sicht vom velo aus beschrieben haben. nein, es ist noch viel schlimmer, ich bin glücklich eine solche horrorfahrt unfallfrei überlebt zu haben. die landschaft war vor allem nach einem 2. pass über 2700 müm schön. ein rauschender bach mit klarem wasser, recht grünes tal mit hübschen häusern und viele berge. die berge sind trotz grosser höhe praktisch vollständig schneefrei. auch grössere felsabschnitte gibt es kaum, sie gleichen alle eher riesigen geröllhalden. unterwegs kauft ebi noch ein. zum glück haben uns in dogubeyazit das deutsche paar von ihrem ararat abenteuer erzählt. so gehe ich mit hinein und kann noch reis fürs abendessen und biscuits und brot für unterwegs besorgen, es sah aus, als sollten wir von 1 kg bananen, 250g ananasbüchse und bouillon leben. dafür kauft ebi gleich ein ganzes kilo reis einer sorte reis die 40 minuten kochzeit bei 100 grad hätte, auf 4000 dauerts etwas länger. nach dem taxi gehts auf der ladefläche eines pickups eine immer schlechter werdende strasse bergauf. zuerst in engen kehren aus dem tal. 1000 m höher weitet sich die landschaft. es gibt grössere dörfer mit bewässerten feldern und fruchtbäumen. auf 2800 müm ist definitiv die strasse fertig und wir steigen über anstrengende geröllhalden zum basislager auf 4200 müm. dort gibt es kein wasser, sondern etwa hundert meter weiter unten das schmelzwasser eines schmutzigen schneefeldes. es braucht viel energie und vor allem zeit bis wir das wasser haben, die sonne ist bereits hinter dem damavand verschwunden. nach über einer stunde reisköcheln findet eli es zeit schlafen zu gehen. währen wir es schlafen, muss er mangels ausrüstung wohl oder übel in die mit ca. 30 personen hoffnungslos überfüllte hütte. wir staunen, dass er vorschlägt erst um sechs aufzustehen, es stellt sich heraus, dass er einen tag länger plant. wir beharren auf drei uhr und essen das reis selbst. bis nach mitternacht treffen laut rufend noch leute im biwack ein. um halb vier koche ich tee und will ebi wecken. über viele leute steige ich zum platz, den er angegeben hat, und rüttle am falschen schlafsack. auch der daneben ist der falsche. durch rufen werden scheinbar alle wach und verständlicherweise hässig, ausser ebi. also gehe ich meinen tee trinken und schlafe weitere 2 stunden. um sechs kann ich im allgemeinen aufbruch ebi finden und mobilisieren. mich erstaunt, dass er keinen rucksack mitnimmt. mir gibt er seine kappe, ein paar handschuhe und 3 dl wasser, das für geplante acht stunden und ohne nahrung und frühstück. er sieht bald schlecht aus und klagt über unterleibschmerzen, er vermutet als folge einer schmerztablette, ich als folge des wassers. nach knapp zwei stunden mit immer häufigeren pausen muss er einsehen, dass er so nicht hochkommt. ich habe seit dem start in teheran kopfschmerzen, die zum glück vorerst nicht schlimmer werden. desshalb und weil ich noch nie so hoch war getraue ich nicht alleine auf den gipfel. eine baldige umkehr macht auch möglich trotz verspätetem start noch zurück nach teheran zu gelangen. so steige ich alleine bis auf 5000 müm im schlusshang hoch. auf dieser höhe ist die luft schon sehr dünn. rutsche ich auf dem geröll oder braucht es einen übermässig hohen tritt muss ich kurz atem holen. sonst geht es erstaunlich gut so null anklimatisiert und ich hätte sicher noch weiter hoch können, da auch die kopfschmerzen kaum stärker wurden. nach etwas essen und trinken steige ich wieder ab, treffe auf eli, um halb elf sind wir wieder bei denise im biwack. dort trinken wir tee, schlafen eine stunde und packen unsere sachen. wir gehen ein anderes tal bergab. die ersten tausend hö weniger herunterrutschen. die schläge und das gerüttel lassen mich wegen der kopfschmerzen etwas zögerlicher gehen. es hat wunderbare farben, erst vulkanisches gestein rot und gellb, weiter unten blumen, wunderbarer tiefroter mohn. das tal hört nicht auf runter zu gehen. nach zwei stunden finden wir schon stark ausgetrocknet endlich den erste brunnen. endlos geht es in zackigem tempo das schöne tal runter, ebi weit vor uns, oft ausser sichtweite, und wir in unserem schritt hintendrein. die frage wie lange der abstieg noch dauert wird wie jede solche frage stehts mit "fiftin dörti" beantwortet. wir mögen ebi sehr, mit viel humor umschiffen wir verständigungsprobleme, da er kaum englisch versteht. dass er schliesslich haben wir es doch geschafft und können im ersten dorf auf noch 1700 müm nach einem cay mit dem dorfbus um 17.30 in zweieinhalb stunden nach teheran fahren. vom busbahnhof mit dem taxi zum hotel und dort das material wieder zu ordnen dauert nicht so lange. wir bezahlen eli 150$ gebühren und lohn, essen gemeinsam noch eine pizza und verabschieden uns dann.

17.8.03
Teheran
die nachwehen unseres ausflugs sind schmerzhaft spürbar. die treppe bis zum frühstücksraum lässt uns alle beinmuskeln spüren. einen ähnlichen muslelkater haben wir beide nicht mehr in erinnerung und das schon nach 12 std. uns beängstigt, was noch kommen wird. schontag ist angesagt. in der bankstrasse wechseln wir wie profis $. wir sind ein eingespieltes team, erreichen einen guten kurs und werden nicht gelinkt. anschliessend gibt es ein erstklasscafé im grand hotel. erfolgreich tätigen wir unsere einkäufe. ich finde nach langer suche einen neuen pneu (leider kein schwalbe marathon) und velohandschuhe. den Golestän palast und garten ist dummerweise am sonntag geschlossen. wir dürfen aber im garten beim eingang 10 min. ruhen und erhalten ein glas kühles wasser vom pförtner. es reicht sogar für ein foto aus der ferne. der ruhetag ist vergessen, tauchen in den bazzar ein und finden prompt nicht mehr aus dem stoffbereich. hier beelenden mich zum ersten mal die träger, die unmschliche mengen von ware auf dem rücken durch die masse tragen. der bazaar ist riesig, beeindruckt uns aber weniger als tabriz. der muskelkater nimmt weiter zu. ein toilettengang wird vor allem für mich zur qual, muss ich doch in die hocke. siesta, nachtessen, internet. urs ist entäuscht. die zwei gleitschirmschulen die er vor vier tagen angeschrieben hat, haben sich nicht gemeldet. also ist der traum eines fluges morgen ausgeträumt und ich nicht unglücklich. nach weiteren 8 std. "lulatschen" in dieser stadt stoppen wir ein sammeltaxi. wir quetschen uns vorne rein. weiterer horror pur. vor lauter freude über unser erscheinen, übersieht der fahrer einen töff und es kommt fast zum knall. meinen schreckensschrei beeindruckt nur die restlichen fahrgäste, denn er fährt im gleichen stil noch 20 min. durch die stadt und zeigt uns unfreiwillig und kostenlos sehenswürdigkeiten. wir erfahren, dass wir in einem privatauto sitzen und der fahrer von der arbeit nach hause fährt. viele autobesitzer verdienen sich so ihr benzingeld. fallen wir in unser bett. das hotel ist uns schon so vertraut, wie ein zuhause.

18.8.03
Teheran
wir holen das pakistanvisa und bringen den pass in die indische botschaft. nach telefongesprächen in die schweiz, die erfreulich günstig sind, torkeln wir wieder ins hotel. es ist fast schon gefährlich, wie wir mit unserem muskelkater die strassen überqueren. wir sind für den teheranverkehr definitiv zu langsam, da der fussgängerstreiffen eh nur symbolisch ist. im hotel ist wieder einmal packen angesagt. m abend sind wir bei nazanin eingeladen. es erscheinen gegen 25 personen, familienangehörige und freunde, zum muttertagsfest, das morgen ist. die stadtvilla mit wunderschönem garten und springbrunnen bietet ausreichend platz. wir bedienen uns nach 23 uhr am feinen buffet und unterhalten uns bestens. wie bereits schon bei mariann, ist die stimmung ungezwungen und die leute sehr herzlich. es ist schon wieder morgen, als wir im hotel eintreffen. der hotelangestellte, der wie es uns scheint tag und nacht arbeitet, ist immer noch zu spässen aufgelegt. da nazanin eine weitere überraschung für den nächsten mogen organisiert hat, sind wir schnell im bett.

19.8.03
Teheran
dass heute die uhr uns so früh weckt stört mich sowenig, wie es auch kein frühstück gibt: ich werde fliegen! pünktlich treffen wir wie alte teheranfüchse am treffpunkt ein und bald erscheint nazanin. wir fahren zum landeplatz wo bald darauf der manager der flugschule und der verkäufer der advance schirme eintrafen (mein gleiti zuhause war ein advance epsilon, advance hat sitz in thun). nazanin entschied sich spontan zu einem tandemflug. so fuhren wir alle wenige hundert höhenmeter hoch und flogen tatsächlich vor der kulisse teherans. obwohl es ein unspektakulärer sehr kurzer flug war, hatte ich riesig freude und immer noch ein gutes gefühl. leider trennen wir uns am mittag definitiv von nazanin, wir hoffen, sie vielleicht einmal in europa zu treffen. auf dem rückweg zum hotel nehmen wir in einem elektronik hightechhaus feinsten kaffee. ich muss natürlich schauen was es da alles gibt. wir kaufen eine mikro digitalkamera, da unser natel nur unscharfe bilder produziert und ein softwareset, das in der schweiz mehrere tausen SFr kosten würde für 6 SFr. der nachmittag vergeht schnell mit vorbereitungen für die abreise und internetbesuch.

20.8.03
Teheran - nähe Ali Abad
wir nehmen es gemütlich, damit wir dem stossverkehr ausweichen können. nach zehn sind wir startbereit und efahren noch mit handzeichen, in welche richtung wir fahren sollen. nach kurzer fahrt reisst mir das schaltkabel. obwohl urs meine schaltung nicht kennt, sind wir schnell wieder auf den sätten. im teheraner stadtverkehr fühle ich mich am wohlsten auf dem velo. zu fuss oder im taxi ist schlimmer. wir können die richtung aufgrund von einbahnstrassen gelegentlich nicht einhalten und fragen nach. es scheint, dass wir heute glück haben, denn nach 1 1/2 stunden und einigen anspruchsvollen einfahrten sind wir bereits auf der autbahn. anfänglich ist das land noch bewirtschaftet, bis es steppenartig und mit sandhügeln durchzogen wird, die durch die witterung spezielle struckturen aufweisen. bei einer radarkontrolle werden wir von der polizei herangewunken. standart: passkontrolle, von wo? wohin? ist das ihre frau? urs ist schon richtig routiniert. zur grossen freude werden zum abschluss unsere wasserflaschen von den zwei polizisten ausgeleert und mit frischem eiswasser aufgefüllt. es bleibt kurzweilig, denn ich habe wieder einen platten. wie bereits letztes mal ein dünnes metallstück, wahrscheinlich eines pneus. auf der höhe eines kleines passes (ca. 1200m) suchen wir einen ruhigen schlafplatz. da es so warm ist, wollen wir unter freiem himmel schlafen. leiderberrascht uns das erste iranische gewitter und wir stellen im dunkeln im eiltempo das zelt auf.