1.9.03

Semiron - 75 km vor Yasuj
die nacht wurde richtig kalt. seit langem lagen wir in den daunenschlafsäcken und ich zog gegen morgen noch den dünnen fasi an. am morgen messe ich 9 grad im zelt. zum aufwährmen machen wir bananen gries. ein strahlender bergmorgen erfreut uns. die berge sind glasklar und die luft erfrischend rein. über drei pässe fahren wir immerzu in richtung yasuj. trotz zwei strassenkarten finden wir nicht herausfinden, wo wir sind, und wann das nächste dorf kommt. wir begegnen wie gestern, vor allem nomaden. in der nähe der strasse lassen wir von ihnen unsere wasservorräte aus dem ziehbrunnen füllen. nach dem zweiten pass ziehen die nomaden mit riesigen ziegen und schafherden zur flusstränke ins tal. der tag ist abwechslungsreich und farblich eine augenweide. felsberge, apfelbaumplantagen, sonnenblumenfelder, wechseln mit hellgelben distelmatten und am nachmittag am letzten pass eichenwälder. die weiten und dimensionen sind unglaublich. wir glaubten ja schon, dass touristen hier eher selten sind. entäuscht vernehme ich heute von einem nomadenbub das standart "hello". dass hier aber nicht die masse durchfährt erleben wir bei jedem halt in einem ort. innert kürze sind wir belagrt. um so schöner ist das nachtlager, versteckt hinter den hügeln mit blick in die berge, malzbier und ein feines risotto.

nach Semiron Reisfelder um Yasui


2.9.03
80 km vor Yasuj - Yasuj
herrlich, ruhiger ort, gut geschlafen, in ruhe aufstehen und frühstücken in der bergwelt. die strasse führt uns wieder in ein tal herunter. es hat dort einen fluss mit viel wasser, damit wird die ganze talsohle bewässert. es wird wie gestern fast ausschliesslich reis angebaut. wir hoffen gestern lokalen reis gekauft und gegessen zu haben. die strasse führt weiter am berghang, jeweils 80 m hoch und 50 m wieder runter. zum schluss steigt es fast nur noch, trotzdem sind wir am mittag schon 8 km vor dem ort. wir suchen einen schönen baum für unsere siesta. zum glück sind hier alle hänge locker bewaldet. im schatten unter dem baum auf 1800 müm ist es 36 grad warm, wir fahren trotzdem die letzten paar steigungen nach yasuj rein. die stadt macht einen schmutzigen und armen eindruck, viele leute scheinbar ohne arbeit sitzen am strassenrand und beobachten was geht. wir fühlen uns fast wie im osten der türkei. die hotelsuche kostet uns den letzten nerv. das einzige "richtige" hotel ist uns zu teuer. die kleinen sind so unauffällig und nur in farsi angeschrieben, so dass wir sie selbst nicht finden. halten wir an, stehen subito 20-40 junge männer und knaben um uns herum. zum teil recht distanzlos wird herumgefingert oder auch provoziert. auf eine frage packen sofort mehr als vier hände meinen arm und weisen alle eine andere richtung, ohne dass irgendwas weiterhilft. schliesslich beauftragt ein taxifahrer einen jungen uns zu führen, wozu wir sehr dankbar sind. wir flüchten in ein recht schmuddliges guesthouse, können wieder mal duschen, kleiderwaschen und uns zurückziehen. gegen abend wagen wir uns wieder raus, um einzukaufen und ein internetcafe zu suchen. kaum draussen werden wir von verchiedensten leute angesprochen. einem mann, der recht gut englisch spricht und uns ins internet führen will, folgen wir. er sei professor und arbeite im öffentlichen gesundheitwesen, infektiöse krankheiten, v.a. tuberklose, hier sei in etwa jeder tausendste davon betroffen. da das internet zu langsam ist, entscheiden w uns später wieder zu kommen. in der zwischenzeit zeigt uns der mann ein iranisches spital. die einrichtung ist veraltet und die hygienischen verhältnisse katastrophal. alles schmutzig und blutig, ein uringefäss steht auf dem patiententisch und die kehrichteimer sind offen und überquellen mit alten offenen verbandsmaterialien. als wir vor einem eingang vorbeigehen geht ein geheul unter den wartenden los, der tod eines patienten wird verkündet und der leichnam nach draussen gefahren. wir ziehen weiter durch die stadt und erfahren viele detail über die stadt, das leben hier und das gesundheitswesen. nach einem zweiten blitzbesuch im internet lädt uns der mann zu sich heim ein, was wir gerne annehmen. von den vier kindern will der älteste studieren. wir sehen und hören viel über das familienleben einer mittelständischen familie, der mann verdient 150$ pro monat. wir verabschieden uns und der mann begleitet uns mit dem taxi retour ins hotel, das er kurz anschaut und den manager auf hygienisch missliche punkte aufmerksam macht.

3.9.03
Yasuj - nach Sepidan (Ardacan)
auf dem dach des guesthouse gibt es frühstück. wir beobachten spielende jungkatzen auf den dächern. trotz dem erfreulichen abend gestern, gehen wir mit gemischten gefühlen aus dieser stadt. von einem gast werden wir noch aufgefordert, unser gepäck immer zu beaufsichtigen. wir sind schnell aus der stadt und bezwingen den ersten pass. die kalchberge erinnern an den jura. es folgt eine eindrückliche schlucht und ein steiler aufstieg zum nächsten pass auf knapp 2500 müm. trotz grosser anstrengung sind wir überzeugt von unserer routenwahl, erleben wir doch immer wieder neue landschaften. wir weichen aufdringlichen genossen vermehrt vorzeitig aus. es erstaunt immer wieder, was den leuten alles einfällt, um mit uns in kontakt zu treten. häufig wird gewendet oder eine panne vorgetäuscht. urs ist ziemlich entnervt, seit den letzten tagen. als frau erlebe ich heute eine demütigung, als mir ein mitfahrer eines mopeds auf der landstrasse beim vorbeifahren ans gesäss greift. ich schaffe es leider nicht vom rad zu steigen, um ihm eine ohrfeige zu verpassen. so kann ich ihn nur ausgiebig anschreien. urs stellt sich zum duell, der feigling blieb aber auf distanz. ich bin sehr froh, dass ich in diesem land als frau nicht alleine reise, obwohl ich mir das bis heute in vielen ländern zugetraut habe. sobald ich alleine ohne urs unterwegs bin erlebe ich die unmöglichsten situationen. in einem islamischen land, wo frauen scheinbar nicht angesehen und angesprochen werden! am unverständlichsten sind annäherungen in der anwesenheit von urs, einfach respektlos. westliche frauen gelten für einige iraner als freiwild. der ort ardacan, den wir heute erwartet haben, existiert auf unserem weg nicht. dafür durchfahren wir sepidan und können ungestört einkaufen. ein schild mit skifahrer macht sichtbar, dass es ein wintersportort ist.
ausgangs ort finden wir ein schlafplatz in einem pfirsichhain auf immer noch 2000 müm.

4.9.03
nach Sepidan - Shiraz
eigenartig, trotz kompromissen bei der platzwahl, wir hörten die ganze nacht stimmen in der nähe, denke ich beim weiterfahren immer, den besten platz gewählt zu haben. die strasse führt immer steiler ein tal herauf, zum schluss wirds ein richtiger pass mit über 10% steigung auf 2240 müm. anschliessend gehts dafür bis ins hotel, mit fast zu vergessenden ausnahmen, nur noch bergab. im dritten hotel, dem hotel zand, passt es uns, hat es platz und sind wir bereit, den geforderten preis von 65'000 rial = 13 sfr. zu bezahlen, auch wenn dies für dieses land und hotel viel ist. wir nehmen uns viel zeit und machen erst am späten nachmittag einen kurzen streifzug durch die nähere umgebung, klären wäscherei ab, kaufen wenig ein, essen erst ein super falaffelsandwich und später am abend eine furchtbare, vom lonely planet gelobte pizza und finden in nur 3/4 stunden mit hilfe von einem teheraner paar ein internetcafe. der erste eindruck von shiraz ist durchzogen, viele alte gebäude sind am verfallen, in den nebenstrassen liegen schuttberge und abfall herum. die leute sind dunkelhäutiger als im norden irans. die kleidung ist traditioneller und sehr vielfältig. shiraz ist das wichtigste zentrum im süden und so sind leute aus verschiedenen regionen und ethnischen gruppierungen da. viele sind sehr neugierig und ich höre für mich zu häufig das "hello misteeer". uns fallen auch viele schielende oder geistig behindert aussehende leute auf.

5.9.03
Shiraz
es ist freitag das ist im iran wie sonntag, das heisst für touristen eine grosse einschränkung in diesem land, weil viel geschlossen ist. wir passen uns an und schlafen aus. im hotelzimmer können wir problemlos kaffee kochen und urs besorgt frisches brot. mit einer halbwegs tauglichen waschmaschine des hotels beschäftige ich mich für die nächsten zwei stunden. mit lesen und schreiben wird es schon früher nachmittag, bis wir uns weiter in die stadt einlassen. das bild von gestern bleibt ähnlich. wir besichtigen einige moscheen und das mausoleum Shah-é Cherah. es ist siestazeit und überall liegen die leute im schatten und schlafen. wir ziehen uns auch für eine stunde ins hotel zurück und brechen gegen abend in richtung hafez mausoleum auf. als wir zum khoshk river stossen sind wir nicht sonderlich überrascht, dass er völlig ausgetrocknet ist, denn dieses bild erwarteten wir bereits in esfahan, da wir davon gelesen hatten. trotzdem ist es uns unverständlich, denn in den letzten tagen herrschte ein überflusss an wasser, der schon fast nicht mehr erklärbar ist, da es im sommer nie regnet. wir überqueren den fluss paralell zu einer alten brücke, die renoviert wird. es wird uns klar, shiraz ist nicht esfahan. im garten des mausoleums wollen wir aber zumindest eine wasserpfeiffe rauchen. vor dem eingang ist eine menschenmenge. wir stellen fest, dass ein einritt erhoben wird. urs kommt entsetzt von der kasse zurück. der eintritt für touristen ist 20x höher als für einheimische, d.h. 30'000 rial. den unterschied von 10x mehr hatten wir schon oft erlebt, aber das war urs definitiv zu viel. schmerzvoll bezahlt er auf meinen wunsch hin diesen barbarischen preis und wir treten in den schön erleuchteten und wunderbar riechenden blumenpark, mit dem mausoleum unter einem pavillon, ein. das teehaus ist sehr idyllisch, aber leider ist es zu spät für eine wasserpfeiffe. über den gut besetzten Mellat park, wo wieder totale picknik-stimmung herrscht, spazieren wir erneut auf unsere stadtseite. wir sind zu
uns für die wiederholung des falaffelsanwich und liegen schon bald im bett.


Shiraz Zitadelle

6.9.03
Shiraz
heute samstag sind die geschäfter geöffnet, was sofort eine andere stimmung bewirkt. am vormittag wollen wir eine villa mit park besuchen. von aussen sehen wir, dass grosse teile des parks neu gestaltet werden und so auch eher baustellencharakter hat. als der eintritt hier 40'000 rial pro person ist, lassen wir es sein. die zeit über den heissen mittag verbringen wir im internet. ich bin über die doch viel bessere bildqualität der neuen mikrokamera erfreut. auch jedes mail von zuhause macht immer wieder freude. wir beide sind hier in shiraz permanent hundemüde, so machen wir anschliessend ausgedehnte siesta. der letzte abend in shiraz verbrigen wir erst am vakil-basar. hier gibt es vor allem kunsthandwerk aller art. die stimmung ist angenehm,wir werden überhaupt nicht zu käufen gedrängt und können die ware in ruhe anschauen. das sortiment ist sehr vielfältig, auffallen tun uns die vielen gabehteppiche und bunten stoffe. die marktgebäude selbst sind uralt und wunderschön. erstaunlich wie jede stadt ihren eigenen und immer wieder ganz anderen bazar hat. anschliessend, nach einiger mühe die orientierung wieder zu finden, landen wir in einem uns empfohlenen restaurant. das essen und vor allem der salat sind wirklich gut, aber eben für uns typisch iranisch, nicht sehr fantasievoll, das gleiche zum x. mal. ein alkfreies bier und packen werfen uns dann definitiv ins bett.

7.9.03
Shiraz - 35 km vor Estahban.
nachdem wir noch kurz geld auf dem schwarzmarkt gewechselt haben, sind wir um acht uhr fahrbereit. wir haben heute und morgen ein ehrgeiziges ziel von ca. 130 km, damit wir am 3. tag einen wüstenabschnitt durchfahren können. wir finden direkt aus der stadt und sind ohne erkennbare anhaltspunkte auf der richtigen strasse. ausserorts ist die beschilderung in der regel sehr klar, vor allem sind die hauptorte auf englisch geschrieben. in 10 km abständen folgen jeweils die distanztafeln. nachdem wir die industriezone hinter uns haben, sehen wir eine gewaltige smogglocke über der stadt. die anhaltende müdigkeit in shiraz könnte einen zusammenhang mit der schlechten luft haben. ach einer kleinen anhöhe sehen wir auf den daryacheh-i-mahan salzsee und fahren 30 km an seinem ufer entlang. da einige boote an land sind, wird er wahrscheinlich wasserperioden haben. es folgt ein gemächlicher pass der in ein breites tal führt. heute werden wir wieder gut versorgt, mandeln, granatäpfel, frische pistazien, orangina und eine gefrorene wasserflasche aus pet werden uns fahrend oder beim rasten überreicht. das wasser bleibt erstaunlich lange kühl. am nachmittag zieht urs bilanz: 8000 km sind wir unterwegs, 2000 km fahrzeit im iran. gegen sechs suchen wir einen schlafplatz. die gegend ist nicht sehr ideal. wir liegen zwischen zwei reihen hochspannungsleitungen unter einem lauschigen baum mit sicht auf ein kleines dorf. es ist so warm, dass wir auf das zelt verzichten. nach 143 km gibt es nicht mehr viel zu sagen.


nach Shiraz Salzsee

8.9.03
35 km vor Estahban - 30 km nach Neyriz
wir erwachen um elf in der nacht, da zwei irani auf unseren platz wollen.als sie uns sehen, gehen sie sofort weiter. kurz nach zwölf stellen wir, von mücken gepeinigt, doch noch das zelt auf. auch danach wachen wir mehrmals wegen geräuschen auf. das austehen um sechs ist dann halt entsprechend hart, wir kommen erst um acht los. in estahban sind wir bald, dann steigt die strasse auf knapp 2000 müm auf den feigenpass. auf all unseren drei karten sind gar oder praktisch keine höhenanaben oder pässe markiert. so geben wir den name feigenpass, weil beidseits und bis auf die passhöhe wälderweise feigen angebaut und getrocknet, entlang der strasse zusammen mit mandeln verkauft werden. vom pass haben wir einen prächtigen ausblick ins nächste tal mit dem riesigen salzsee Dary Cheh-ye-Bakhfegan, der von da oben wie hochnebel ausschaut. schnell sind wir die höhe wieder los und machen in grosser hitze mittag kurz vor neyriz. weiter geht es zu denises grossem frust über den nächsten pass. zuerst noch interessant mit kehrkurven, dann durch ein hochtal, die passhöhe ist nie zu erahnen. je weiter wir fahren, desto unwahrscheinlicher scheint, dass wir je oben ankommen. auch heute werden wir in den angenehmeren fällen mit matiralien beschenkt, gefilmt und freudig begrüsst, in den lästigeren behupt oder über kilometer mit den töffli begleitet. suisse; kerman, bam, pakistan; khoda (auf wiedersehen), ist die standartkommunikation, in allen tempi und steilheiten. nach längerer abfahrt, aber immernoch auf über zweitausend, finden wir abseits der strasse unseren nachtplatz.

Salzsee Feigenpass Feigenstand


9.9.03
30 km nach Neyriz - Sirjan
als ich aufwache ist es totenstill. ich geniesse die unerwartete stille. es scheint, dass noch kein brummi die passhöhe erreicht hat. zum einstieg in den tag, rollen wir 22 km den pass hinunter bis zum letzten ort vor dem wüstenabschnitt von 110 km. wir decken uns mit 12 liter trinkwasser ein. seit dem iran verwenden wir bei unsicherheit der wasserqualität oder grosser hitze silbertabletten (micropur). beim einkauf wird uns noch ein cay offeriert, was seit der türkei selten vorkommt. bei guten windverhältnissen kommen wir zügig voran. die strommasten zeigen die richtung an. es steigt fast unmerklich gegen 250 m und wieder hinunter. rechts und links sieht man in der ferne hügelzüge und berge, ansonsten durchfahren wir wüstenland mit vereinzelten büschen. nach 90 km kommt überraschend eine polizeistation, wo wir den schatten von bäumen für die mittagsrast ausnützen. leider bleiben wir nicht lange alleine. manchmal komme ich mir wie ein tier im zoo vor. obwohl längst alles gesagt ist; von wo?, wohin?...... bleiben die männer einfach weiterhin stehen und gaffen. erst als ich mich demonstrativ abwende, oder den pullover über den kopf halte, verschwinden sie. die präsenz von urs lässt sie kalt. auf der weiterfahrt sehen wir in der ferne einen zug, die süd nord linie, die uns später kreuzt. ein salzsee in der ferne täuscht uns, da er im licht wie wasser aussieht. die fahrt ist sehr kurzweilig und abwechslungsreich. in sanjan stossen wir auf eine strassenbaustelle. es ist absolut unklar, wo das zentrum ist. wir fahren im zickzack, bis uns jemand den weg zu einem hotel aufzeichnet. wiederholt werden wir von einheimischen in ein sehr teures hotel geschickt. nach einem zweiten anlauf und verhandlungsgeschick stimmt alles. es wird uns sogar auf wunsch ein exbier ins zimmer gebracht.


Wüste vor Sirjan


10.9.03
Sirjan - 20 km vor Bardsir
das frühstück nehmen wir wie das nachtessen im hotel ein. dass es kebap mit reis gibt überrascht nicht. wir sind bloss erstaunt wie im iran, seit ganz im norden bis hier so weit südlich, kaum kulturelle unterschiede auszumachen sind, in der esskultur schon gar nicht. zum frühstück gibt es auf anfrage aber doch wässrigen nescafe und butter und honig zum brot. zwar können wir uns wie abgemacht um sieben an den tisch setzen, essen aber doch erst um halb acht. so fahren wir halt später als üblich los, mir ist es egal, da ich heute nach den letzten drei tagen einen eher geruhsamen tag möchte. der kellner führt uns mit dem motorrad bis zur richtigen strasse, das hilft uns sehr in dieser stadt, wo es keine wegweiser gibt. fürs auge fahren wir durch eine riesige ebene, effektiv steigt die strasse aber stetig und immer steiler. nach 40 km sind wir 300 meter höher. es hat erste sandhügel und in der ferne berge. diesen unnahbaren bergen nähern wir uns kontinuierlich, schlussendlich umrunden wir sie auf 2575 müm. mir gefällt es ausserordentlich da oben. bergab hat es viele leider trockene bachbette, grüne bäume und kulturen im kontrast zum roten gestein, dem blauen himmel und den felsigen bergen. wasser finden etwas weiter, ein gedeckter bach dient als trinkwasserversorgung, 50 m weiter als waschstelle und schlussendlich zum bewässern der felder. viele autos und lastwagen stoppen dort, um mit dem ausgezeichneten wasser ihre vorräte zu ergänzen. ein findiger bauer hat dort eine bretterbude und verkauft esswaren und seine trauben. relativ früh wählen wir hinter einem hohen erdwall gut versteckt unseren übernachtungsplatz und geniessen den langen abend.