21.9.03
Zahedan - Grenze - Taftan
heute steht die, bei unserer aktuellen fitness, lockere etappe über 90 km nach mirjaveh vor der grenze an. so stehen wir nicht allzu früh auf und nehmen ein furchtbares lfrühstück im hotel. durch ein weites wüstental geht es meist leicht bergab, da kann uns der ungünstige wind nicht gross beeindrucken. die berge sind finster und etwas weiter weg, andere unterhaltung wird kaum geboten. so sind wir halt kurz nach mittag im ort. das im "lonely planet" beschriebene, einzige hotel im ort bietet uns zwar raum an, es scheint aber nicht mehr geführt zu sein. es hat kein wasser und ist eher eine staubige baustelle. beibt uns nichts,als noch unser mitgebrachtes essen im schatten eines bankgebäudes einzunehmen und den iran zu verlassen. der grenzübertritt geht glatt in 20 minuten. auf iranischer seite recht professionell und per computer, auf pakistanischer seite über ungeteerte, schmale sandwege an baracken vorbei. aus diesen winkt uns gelegentlich ein beamter, wählt aus einem grossen stoss ein vegilbtes buch und tragt dort unsere personalien von hand ein. der strassengeldwechsler scheint da mit seinem taschenrechner schon fast professioneller. wir handeln eine akzeptierbare rate aus und wechseln 50$ für die nächsten 5 tage. dann hören die baracken und wir stehen im staub, das war dann also die grenze. weiter über staubstrassen führt uns ein pakistaner ins staatliche ptdc motel, kaum 200 m von der grenze weg. obwohl der ort auf den ersten blick nichts zu bieten hat, beschliessen wir in diesem angenehmen resthouse zwei nächte zu bleiben.

Denise vor der Grenze Lastwagen Pakistan


22.9.03
Taftan

Hauptstrasse Taftan

ich bin total glücklich, dass wir nach dem hotelflop von gestern, diese komfortable loge für den geplanten ruhetag gefunden haben. nach der hitze der letzten tage sind meine knie und das gesäss dankbar. urs ist beim ersten einkauf wiederholt überrascht, wie gross der kulturelle unterschied einige kilometern nach der grenze sein kann. das fladenbrot wird sitzend am boden geteiggt und in einer vertiefung gebacken. wir haben den luxus eines salontisches mit zwei sesseln zum frühstücken. wir beschäftigen uns bis am späten nachmittag im zimmer. ein grosser moment trifft ein, urs trennt sich vom iranischnautz. das ganze wird fotografisch festgehalten.

Urs mit Schnauz Urs in der Wüste


urs mit schnauz und urs wie ich ihn liebe! weiches und schmerzloses küssen ist wieder angesagt. ich beneide keine frau mit einem schnauzigen freund. nach der siesta machen wir einen gemeinsamen dorfrundgang. wir befinden uns in einem wüstenort, wie ich ihn mir vorgestellt habe, keine pflanzen, sandig und staubig. mit eselkarren trifft man sich bei der wasserstelle. vor einem geschäft hilft der sohn dem vater beim haare waschen. alle grundbedürfnisse werden aufs einfachste befriedigt. leider riecht es in den gassen, seit der türkei das erste mal wieder, nach urin. wir halten uns bei der ernährung konsequenter an die "traveller regel": boil it, cook it, peel it, or forget it! mein persönliches ziel ist, indien einmal ohne verdauungsprobleme zu verlassen. auf den ersten blick scheinen hier die verhältnisse ähnlich. wir kaufen für morgen ein und machen uns mit den preisen etwas vertraut. in einem geschäft werden wir gefragt, ob wir moslem sind. ich trage nach wie vor das kopftuch. in einem mail haben uns die appenzeller mitgeteilt, sie hätten nur gute erfahrungen mit den pakistani gemacht. sie schlossen es darauf zurück, dass sie ihre kleiderregeln respektiert haben. auf freiwilliger basis fällt mir das tragen des kopftuches viel einfacher. die permanente angst ist nicht mehr da, dass es wegrutscht. wir essen im resthouse wie bereits gestern vegetarisch. einfach schmackhaft mit den neuen gewürzen. für urs gestern noch etwas zu scharf, ist es heute für beide ein genuss.

23.9.03
Taftan - Nok Kundi
die erste irritation erleben wir bereits mitten in der nacht, es ist ein deutliches rascheln im zimmer zu hören. im angezündeten licht kriecht eine maus vor unseren augen aus dem papierkorb und verschwindet im badzimmer. draussen spielt eine hunderudel. noch vor dem wecker der auf fünf gestellt ist, erwachen wir erneut ab dem starken wind. mir scheint ein start unter diesen bedingungen zu unsicher. der nächste sichere ort zum übernachten ist deutlich über 100 km weg. wir beratschlagen, ob wir einen tag länger bleiben wollen, den bus nehmen sollen und wenn ja, wie weit, oder ob wir bis zu einer eingezeichneten häusergruppe unterwegs fahren und dort wieder wie in bulgarien fragen, ob wir im ummauerten innenhof übernachten dürften. als um sechs die variante einen tag abwarten im vordergrund steht, hat der wind so deutlich nachgelassen, dass wir uns für einen start entscheiden. das auf viertel vor sechs versprochene brot ist um halb sieben noch nicht gemacht. trotz allem haben wir um halb acht gegessen, die restlichen brote im gepäck und verabschieden uns. auf der strasse hat es vor und hinter uns radfahrer, einer fährt fast 20 km lang hinter uns zur arbeit. die windrichtung ist zu beginn ungünstig und der wind zunehmend, in der ersten stunde kommen wir nur 15 km voran. dann wenige km nach der ersten polizeistation macht die strasse einen 45 grad knick und mit volltempo sind wir in weiteren 1,5 stunden 47 km weiter. hier ist wieder eine polizeistation. sie sagen uns, dies sei genau die mitte zwischen taftan und nok kundi, 62 km nach beiden orten. leider dreht die strasse alle paar km mehr in den immer stürmischer werdenden wind. voll von der seite ist er mittlerweile so stark, dass die luft milchig trüb wird und der verfrachtete sand uns um die ohren fliegt. phasen mit besonders starkem wind künden sich dadurch an, dass die sonne nicht mehr zu sehen oder auch nur zu erahnen, wo sie steht, ist und dass es dunkler wird. ich montiere auch meine brille, ziehe ein langarmiges t-shirt an und wickle ein ko etwas mehr in den wind und wir kommen nur noch mit mühe vorwärts. die strasse führt quer über kleinere hügel, sandverwehungen quer über die strasse zwingen uns abzusteigen und einige hundert meter das velo zu stossen. nach den hügel ein weiterer knick um wenige grad und es geht wieder zügig weiter. als uns leute bei einem der etwa alle 20 km stehenden gebäuden zu sich winken, profitieren wir um dort geschützt vom wind unser mittagessen einzunehmen. die baluchi aus nok kundi servieren uns cay, wir stellen unsere biscuits auf und im englisch und gestik geführten gespräch erfahren wir einiges über ihre art zu leben. der rest bis nok kundi ist immer hart an der grenze zwischen gegen- und rückenwind, für radfahrer bei dieser windstärke zwischen himmel und hölle gleichbedeutend. wir liegen schräg in den wind von der seite und konzentrieren uns, nicht von der strasse geblasen zu werden. in nok kundi sagen sie uns, es gebe nichts in der art eines hotels. als resthaus wird uns das zentrum der custom-stelle angegeben. dort lädt uns ein zöllner in sein äusserst einfaches, aber sauberes zimmer ein. wir können am boden unsere mätteli ausrollen, eine gemeinsame toilette benutzen und in einem waschräumchen uns mit wasser aus dem fass waschen. wir fühlen uns sehr wohl und sicher in dieser freundlichen, äusserst gastfreundlichen und uns wohlgesinnten umgebung. unser gastgeber stammt aus einer anderen region des landes, uns werden die riesigen unterschiede der regionen in diesem land ein erstes mal anhand verschiedener beispiele, wie der stellung der frau, oder wie die brautwahl aussieht, dargestellt. zum nachtessen sind wir eingeladen, wir können gemeinsam mit den zöllner essen. alle sitzen am boden, es gibt gebratene knochen mit etwas fleisch daran, scharf gewürzte getreidekörner und ciabatti, eine spezielle art brotfladen. gegessen wird laut schatzend ohne besteck. einige können recht gut englisch. diese zollstelle versucht vor allem alle waren, welche nicht über den offiziellen grenzübergang in erfassen. dazu gehören eigentlich auch alle die vielen mit benzinkanister aus dem iran beladenen pickups, die fast den grössten teil des spärlichen verkehrs auf der strasse ausmachen. bei der frage nach der weiteren route, raten sie uns ab, im nächsten ort wie vorgesehen zu übernachten. dies sei ein unsicherer ort mit banditen. es gibt ein gutes gefühl, von so wirklich kompetenten und offenen leute die aktuelle sicherheitslage dargestellt zu erhalten. nach dem essen gehen wir sofort zu bett, wir wollen morgen so früh als möglich aufstehen und probieren, ob wir die lange strecke bis zum übernächsten ort schaffen. es wäre irgendwie schade den bus nehmen zu müssen, doch die sicherheit hat für uns klar erste priorität.

24.9.03
Nok Kundi - Dalbandin
nach mitternacht bin ich schweissnass und erwache. ich erinnere mich, dass uns angekündigt wurde, der strom-werde nach 24 uhr ausgeschalten, somit auch der ventilator. was mich aber mehr beschäftigt ist der wind, der draussen richtig tobt. wie soll ich bei starkem wind 170 km fahren? bis um sechs bleibt es eine unruhige nacht. bevor unser gastgeber von der nachtschicht kommt, ziehe ich mich an. er geht sofort ins bett und fällt in tiefschlaf. der wind bläst immer noch furchterregend. ich sehe für einen start keine chance. wir bleiben noch eine stunde liegen. als wir aufstehen, lädt uns ein weiterer zöllner zum cay ein. anschliessend bestimmt urs mit dem kompass die wind - und fahrtrichtung. zur grossen freude hat die richtung des windes seit gestern zu unseren gunsten leicht gewechselt. wir packen zackig und starten nach dem einkauf im ort nach 8 uhr. die erste 20 km bläst es uns ohne zu pedalen 35 km/h, freiwind!! der rest der fahrt ist kurz gesagt, wir kämpfen uns durch winde von allen seiten in knapp sieben stunden nach dalbandin. ich bin hundemüde und stolz über unsere leistung. wir haben in der einamkeit dieser trostlosen, flachen wüste (urs würde sagen faszinierenden), einen weiteren sturm bezwungen. seit gestern kommen meine mundschütze zum einsatz, eine grosse erleichterung gegen den sand. in yakmach, dem ort der banditen machten wir trinkstop. entlang der strasse hatte es ein hotel. es kamen bei uns keine schlechten gefühle auf. wir zogen es trotzdem vor, die verbleibenden 60 km bis dalbandin zu fahren. eingangs ort ist das hotel al aman, das uns von den engländer motorradfahrer empfohlen wurde. nachdem wir entsandet sind, gibt es ein feines essen im angrenzenden restaurant. der grosse raum ist eigentlich eher ein kinosaal. ausschliesslich männer schauen bei ohrenbetäubender lautstärke gebannt in einen fernseher, der bei schlechtester bildqualität einen film ausstrahlt. die armut in diesem land zeigt sich in unterschiedlichster form. die menschen scheinen sich gut organisiert zu habe nicht beelendend. heute haben wir übrigens den südlichsten punkt der bisherigen reise passiert und fahren zum ersten mal deutlich nordwärts.

25.9.03
Dalbandin
nach dem gestrigen tag gönnen wir uns einen ruhetag. nach einem feinen gemütlichen morgenessen im zimmer gehen wir in den ort einkaufen. die strasse ist voll von menschen, esel mit zweirädrigen wagen, geissen, autos, waren, dreck und abfall. da es im ort nur abends von sechs bis mitternacht und über den mittag eine stunde lang strom gibt, sind kühlschränke undenkbar, gibt es keine elektrischen maschinen, wird das brot mit holzfeuer gebacken und keine computer. auch natelempfang werden wir gemäss angaben erstmals in quetta haben. so versuchen wir telefonisch die angehörigen in der schweiz von unserem wohlergehen zu informieren. der preis sei eighteen ruppies pro minute. da mir dies zu günstig erscheint, schreibe ich es auf um nachzufragen. nach dem telefonieren lautet die rechnung 176 ruppies für zwei minuten, telefonieren. der preis nun eighty pro minute. meine aufgeschriebenen 18 seien 78 gewesen und er mit diesem tieferen preis einverstanden.
am nachmittag klopft es zum wiederholten mal an unsere zimmertüre. diesmal stehen zwei in lange kleider gehüllte männer, wie alle leute hier, vor der türe. sie behaupten von der sicherheitspolizei zu sein, haben keine ausweise bei sich und wollen unsere pässe. misstrauisch gehe ich erst mit einem, dann mit dem anderen pass mit ihnen in die loge, um die gewünschten angaben zu machen. später suchen wir den spitalmanager, der uns zu einer besichtigung eingeladen hat, wir scheitern aber schon beim finden des spitals. eines ist alt und hat einen patienten, aber nichts wie einen manager und das andere ist eine baustelle und noch nicht in betrieb. zum abschluss des tages machen wir feinen hörnlisalat.

26.9.09
Dalbandin - Padag
drei muezin rufen fast gleichzitig mit dem wecker zum morgengebet auf. seit der türkei war das noch selten der fall. im dunkeln stehen wir auf, denn sowohl der strom, als auch das wasser ist auf bestimmte zeiten beschränkt. wir sind heute schnell startbereit. ausgangs ort begegnet uns mitten auf der strasse ein hunderudel. sie weichen sofort auf die seite. seit heute sind die rückspiegel auf der richtigen seite angebracht und wir versuchen uns ganz auf den linksverkehr einzustellen. es ist für mich gar nicht so einfach, denn ich fühle mich am linken strassenrand viel unsicherer und kann noch nicht ganz an die grenze gehen. 30 km nach dalbandin hört die neue strasse auf, wird schmal und holprig. jeder cm der strasse wird zum kreuzen wichtig. wir fahren durch wunderschöne landschaft mit sanddünen. in einem weiler nach ca. 60 km machen wir trinkstop. eine schar buben kommt von der schule und gemeinsam fahren wir 10 km, bis der letzte sein zuhause erreicht. ihre fahrräder sind bunt geschmückt, bemalen und mit glöckchen versehen, fast wie die trucks. die sind einfach eine augenweide. am schönsten ist es, wenn wir von der musik aus den aussenlautsprecher erkennen, dass einer kommt. die pakistani sind sehr stolz auf sich und ihre fahrzeuge und bieten sich häufig selber zum fotografieren an. in der ferne sehen wir im dunst die silhouette eines berges. beim näherkommen werden immer mehr berge sichtbar, da wir am rande einer gebirkskette sind. wir fahren weiterhin ziemlich geradeaus. unerwartet begegnen uns zwei junge, japanische velofahrer, die in china gestartet und in richtung europa unterwegs sind. es gibt wieder einiges an informationen auszutauschen. in padag suchen wir das resthouse und fragen bei der post nach. wir werden in ein sauberes häuschen im postareal geführt. wir werden gäste der post und dürfen in der betriebsunterkunft schlafen, die ansonsten vom regionalchef und postgästen genutzt wird. nach dem nachtessen sitzen sechs postbeamte im zimmer und bestaunen uns und unser material. sie wollen erfahren, ob wir eine "liebesheirat" hätten. unsere notlüge wird auch hier immer wieder zum thema. in packistan sind noch 90% arrangierte ehen und 4 frauen sind erlaubt. nach angenehmer zeit ziehen sie sich zurück. ich falle müde auf meine matte und urs filtert noch unermüdlich wasser.

27.9.03
Padag - Nushki
im dunkeln mit dem ersten schrei des muelzins aufstehen, packen, altes brot und pulverkaffee, unsere gemütliche morgenkultur hat stark gelitten.
durch wunderschöne landschaften mit dunklen bergen, silbrigem licht und goldigem sand und immer wieder grünen bäumen radeln wir im gegenwind auf der schmalen, holprigen und löchrigen strasse. die ersten fünfzig km brauchen drei stunden. ich erinnere mich, dass wir in derselben zeit auch schon doppelt so weit gekommen sind. zu unserem leidwesen hat es heute auch hier wieder die ersten lästigen töfflifahrer wie im iran und kinder mit steinschleudern wie in der osttürkei. im resthouse kriegen wir einen staubigen baustellenraum mit absolut keiner infrastruktur darin. immerhin können wir die tiptop saubere toilette und dusche benützen. das mit dem abendessen ist einmal mehr pakistani like: "no problem, half eight dinner". um halb acht dann, "what's your problem?", bei der frage nach dem essen. wir geben ihnen geld zum einkaufen und hoffen um halb neun essen zu können. es klappt, wunderbares frischgemüse!

Berge Pakistan vor Quetta

28.9.03
Nushki - Quetta
bei frischen 17 grad starten wir die hoffentlich letzte etappe nach quetta. wir machen uns nichts vor, da wir wissen, dass es bergiger wird. etwas ausserhalb des ortes erreichen wir den ersten polizeiposten. wir passieren im verlauf des tages noch 5 weitere, wobei wir zwei mal unsere personalien ins "milchbüechli" schreiben dürfen. die polizei ist sehr höflich und erlaubt uns bei einer kleinen festung sogar eine fotoaufnahme. die gegend vor quetta scheint deutlich besser unter polizeikontrolle, wahrscheinlich weil wir sehr nahe der afghanischen grenze sind. nach dem ersten kleineren pass mit richtigen kehrkurfen folgt eine hochebene. die strasse wird im verlauf mehrmals ausgebessert. mit eselkarren wird der teer transportiert und mit einfachstem werkzeug gearbeitet. mich beeindrucken die gesichter der männer, als ich sie fotografiere. sie stellen sich mit grosser mühe in pose. für die mittagspause finden wir keinen schattenplatz und trotzdem ist es in der sonne noch angenehm frisch. mit freiwind geht es nach dem mittag zügig über kleinere höhen bis zum lakhpass 20 km vor quetta. die 200 höhenmeter sind ein wahres erlebnis. wir fahren mit den brummis und cars im schneckentempo die steile strasse hoch. die schwersten trucks werden von traktoren gezogen. musik, gehupe, gestank und das gejohl der fahrer und fahrgäste in und auf den bussen begleiten uns. wir fühlen uns wie helden. nach 30 minuten ist der spuck vorbei und wir rollen bis nach quetta auf 1700 müm. es herrscht ein reger betrieb, nach istanbul und teheran für uns aber ungewöhnlich einfach zum fahren. pakistan ist bis jetzt ein richtiges veloland mit wenig pw-verkehr. wir sehen in quetta dafür die ersten motorickshaws. mit einiger hilfe finden das hotel bloom star. wir sind begeistert von den sauberen zimmern und dem wunderschönen innengarten mit blühenden pflanzen, eine richtige oase. an der rezeption werde ich beim abladen des gepäcks von einem pakistani angesprochen. er ist begeistert von unserer reise und ruft sofort seinem freund, d 30 min. trifft das filmteam ein. müde und verschwitzt gibt es aufnahmen und interviews. im zimmer wird unterdessen ein brauchbarer fernseher installiert, damit wir die ausstrahlung nicht verpassen. als grosser vorteil können wir bbc-news sehen. nach einer unfreundlichen, kalten dusche (no problem!), gibt für mich das erste chicken curry. nach dem wohl strengsten tag mit 153 km in 8,25 std, gehen wir doch mit einem kleinen frust ins bett. wir konnten mit unserem natel sms schicken, hatten aber noch keine internetverbindung, um das tagebuch zu senden.

Polizei vor Quetta Strassenbau


29.9.03
Quetta
nach einer ruhigen nacht kriegen wir am morgen kaffee mit nan, butter und konfitüre auf dem grünen rasen. unsere oase ist sehr wohltuend. erst gegen mittag gehen wir raus in den trubel, wir wollen geld wechseln, einen diafilm kaufen und ev. ein internet besuchen. nach 3 stunden haben wir es geschafft. im internet kann ich auch die roamingbedingungen nachschauen. es gibt zwei gsm anbieter in pakistan, leider aber stimmen die angaben bezüglich service nicht. ich wähle trotzdem den zweiten anbieter, den wir hier nun empfangen, und stelle erfreut fest, dass ich damit endlich unser tagebuch werde senden können. zurück im hotel warten wir auf die tv equippe, die uns noch auf einer fahrt durch die stadt filmen möchte. abgemacht war um 4 uhr, um sechs verlassen wir das hotel. in der rezeption erzählen sie uns freudestrahlend, dass sie uns im fernsehen gesehen hätten. draussen erkennt uns ein junger mann und erinnert sich, dass wir computer mit cd brenner suchten. er führt uns zu einem freund, wo wir unser kamerächen entbildern können. anschliessend essen wir in einem restaurant reis, dahl, dies ist eine gekochte getreideart, und spinat. alles wunderbar gut gewürzt und auch für mich nicht zu scharf, ich bin erleichtert, dass ich nun doch nicht verhungern muss.